Umweltgefahren durch Zentraldeponie Emscherbruch?

In elf kleinen Anfragen haben die Gelsenkirchener Landtagsabgeordneten Heike Gebhard und Sebastian Watermeier, sowie der Landtagsabgeordnete Alexander Vogt aus Herne, 43 Fragen an die Landesregierung gerichtet.

Dazu erklären Heike Gebhard, Alexander Vogt und Sebastian Watermeier: „Bereits seit 1968 wird in der Zentraldeponie Emscherbruch Müll aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster entsorgt und gelagert. Das heißt, seit über 50 Jahren tragen die Anwohnerinnen und Anwohner die damit einhergehenden Belastungen. Ihr Informationsbedürfnis bezüglich der Sicherheit für Mensch und Umwelt beim Betrieb der Deponie ist völlig nachvollziehbar. Aus diesem Grund haben wir als örtlich zuständige Landtagsabgeordnete die Anregungen der Bürgerinitiative ,Uns stinkt’s‘ aufgenommen und entsprechende Fragen an die Landesregierung gestellt.“

Hintergrund:

Für die Deponieklassen II und III können im Regierungsbezirk Münster ab 2022 bzw. 2024 keine ausreichenden Entsorgungskapazitäten gewährleistet werden. Daher sollen nun mittels eines Planfeststellungsverfahrens der Bezirksregierung Münster eine erneute Erweiterung der Zentraldeponie Emscherbruch und damit eine Laufzeitverlängerung um weitere zehn Jahre ermöglicht werden.

Ursprünglich war eine Schließung der seit 1968 betriebenen Deponie zu Beginn der 2000er Jahre geplant. Die Frist wurde bereits einmal verlängert.