Landesweite Umfrage zeigt: Breite Mehrheit der Bevölkerung wollen mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit

Viele Menschen in Gelsenkirchen und ganz NRW wollen bei Kita-Gebühren eine finanzielle Entlastung von Familien. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Eine Mehrheit befürwortet zudem, mehr für Schulen in herausfordernden Lagen zu tun. Heike Gebhard und Sebastian Watermeier fordern entsprechende Maßnahmen für bessere Bildungschancen und die Abschaffung von Kita-Gebühren.

51,2 Prozent der Menschen in Gelsenkirchen wünschen sich, dass Kita-Gebühren in ganz NRW abgeschafft werden. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey hervor, die die SPD-Fraktion im Landtag NRW in Auftrag gegeben hat. Nur 13,8 Prozent sprechen sich dafür aus, das jetzige System beizubehalten, bei dem jede Kommune selbst die Beiträge festlegt. 25,8 Prozent der Befragten wollen, dass das Land zumindest die Höhe der Gebühren begrenzt.

„Die Botschaft der Bürgerinnen und Bürger ist klar: Sie wollen ein Ende des ungerechten Flickenteppichs an Kita-Gebühren in Nordrhein-Westfalen“, sagt Heike Gebhard.

Kita-Beiträge variieren zwischen den Gemeinden in NRW deutlich. So zahlt eine Familie für einen U3-Platz je nach Ort unterschiedlich viel. Im reichen Monheim sind es null Euro, in Ruhrgebietsstädten gibt es diese finanziellen Spielräume nicht. „Dieses Gebührenkonstrukt ist nicht nur undurchsichtig, sondern vor allem ungerecht. Völlig unverschuldet ist die finanzielle Situation von Städten wie Gelsenkirchen angespannt. Dabei müssten gerade in diesen Städten die Kinder und Familien mehr gefördert werden“, so Heike Gebhard weiter. Die SPD-Fraktion im Landtag fordert daher, die Kita-Gebühren überall in NRW abzuschaffen.

Civey hat darüber hinaus gefragt: „Sollten Schulen mit besonderen sozialen Gegebenheiten (z. B. aufgrund des Stadtteils) in Nordrhein-Westfalen größere finanzielle Unterstützung erhalten?“ 70 Prozent der Befragten in Gelsenkirchen beantworten die Frage mit „Ja“. „Das ist, wie auch bei der Frage nach gebührenfreien Kitas, eine starke Forderung nach mehr Bildungsgerechtigkeit“, so Sebastian Watermeier. „Die Landesregierung kümmert sich viel zu wenig um Chancengleichheit für alle Kinder im Land. Wir müssen das dringend ändern. Deshalb streiten wir für andere Mehrheiten bei der Landtagswahl im Mai 2022.“